{"id":64,"date":"2012-11-15T14:12:25","date_gmt":"2012-11-15T12:12:25","guid":{"rendered":"http:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/?page_id=64"},"modified":"2013-03-07T11:30:10","modified_gmt":"2013-03-07T10:30:10","slug":"rupert-mayer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/cartell-rupert-mayer\/rupert-mayer\/","title":{"rendered":"Rupert Mayer"},"content":{"rendered":"<p><!-- \/jumpto --><!-- bodycontent --><\/p>\n<div dir=\"ltr\" id=\"mw-content-text\" lang=\"de\">\n<div>\n<div>\n<div>Rupert Mayer<a href=\"http:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/f867ce0b1a1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-720\" alt=\"f867ce0b1a[1]\" src=\"http:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/f867ce0b1a1.jpg\" width=\"240\" height=\"160\" \/><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Rupert Mayer<\/strong> (* 23. Januar 1876 in Stuttgart; \u2020 1. November 1945 in M\u00fcnchen) war Mitglied des <a title=\"Jesuiten\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jesuiten\">Jesuitenordens<\/a> und Pr\u00e4ses der <a title=\"Marianische M\u00e4nnerkongregation\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marianische_M%C3%A4nnerkongregation\">Marianischen M\u00e4nnerkongregation<\/a>. In der Zeit des Nationalsozialismus geh\u00f6rte er zum <a title=\"Katholische Kirche\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Katholische_Kirche\">katholischen<\/a> <a title=\"Widerstand gegen den Nationalsozialismus\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Widerstand_gegen_den_Nationalsozialismus\">Widerstand<\/a>. 1987 wurde er seliggesprochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rupert Mayer entstammte einer kinderreichen Familie. Nach dem Abitur 1894 studierte er Philosophie und Katholische Theologie in Freiburg (Schweiz), M\u00fcnchen und T\u00fcbingen. Am 2. Mai 1899 wurde er in Rottenburg zum Priester geweiht. Anschlie\u00dfend war er vom 10. Juni 1899 bis zum 5. August 1900 in Spaichingen als Vikar t\u00e4tig.<sup id=\"cite_ref-1\">[1]<\/sup> Da in Folge des Kulturkampfes das Jesuitengesetz erlassen worden war, welches erst 1917 aufgehoben wurde, war f\u00fcr Rupert Mayer eine jesuitische Ordensausbildung in Deutschland nicht m\u00f6glich. Er begann deshalb am 1. Oktober 1900 ein Noviziat bei den Jesuiten in Feldkirch in Vorarlberg und setzte sp\u00e4ter die Ausbildung in den Niederlanden fort. Dort sowie in Deutschland und der Schweiz wirkte er ab 1906 als <a title=\"Volksmission\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volksmission\">Volksmissionar<\/a>. Ab 1912 wurde ihm die Seelsorge \u00fcber die Zuwanderer in M\u00fcnchen \u00fcbertragen.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div>\n<div>\n<div>Das Eiserne Kreuz Rupert Mayers, ausgestellt im B\u00fcrgersaal in M\u00fcnchen<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Ersten Weltkrieg stellte er sich als Milit\u00e4rseelsorger zur Verf\u00fcgung. Nachdem er Ende Dezember 1916 im rum\u00e4nischen Sultatal als Feldgeistlicher der 8. bayerischen Reservedivision schwer verwundet worden war, musste ihm das linke Bein amputiert werden. Wohl deshalb wurde er mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Krieg rief er in seinen Predigten die Menschen zur inneren Erneuerung auf. Er besuchte politische Veranstaltungen, auch solche kirchenfeindlicher Gruppen. Der M\u00fcnchner Kardinal Michael von Faulhaber ernannte ihn 1921 zum Pr\u00e4ses der Marianischen M\u00e4nnerkongregation am B\u00fcrgersaal in M\u00fcnchen. 1925 initiierte Mayer die Einf\u00fchrung der Sonntagsgottesdienste auf dem M\u00fcnchner Hauptbahnhof.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits in den 1920er-Jahren erkannte Mayer die von den Nationalsozialisten ausgehende Gefahr. Nach deren Macht\u00fcbernahme trat er entschieden f\u00fcr die Rechte der Kirche und f\u00fcr die Religionsfreiheit ein. \u00d6ffentlich erkl\u00e4rte er, dass ein Katholik nicht Nationalsozialist sein k\u00f6nne. Als 1935 die Caritassammlung verboten wurde, stellte er sich aus Protest am 18. Mai des Jahres mit der Sammelb\u00fcchse vor die St.-Michaels-Kirche. Da er auch in seinen Predigten das Regime anprangerte, wurde \u00fcber ihn im April 1937 ein Redeverbot verh\u00e4ngt. Als er dieses nicht befolgte, wurde er am 5. Juni verhaftet. Im Juli wurde er von einem <a title=\"Sondergericht\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sondergericht\">Sondergericht<\/a> wegen <a title=\"Kanzelmissbrauch\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kanzelmissbrauch\">Kanzelmissbrauch<\/a><sup id=\"cite_ref-4\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rupert_Mayer#cite_note-4\">[4]<\/a><\/sup> verurteilt. Wegen der Entr\u00fcstung des Kardinals und weiter Teile der M\u00fcnchner Bev\u00f6lkerung wurde er jedoch freigelassen. Vor dem Sondergericht erkl\u00e4rte er: \u201eTrotz des gegen mich verh\u00e4ngten Redeverbotes werde ich weiterhin predigen, selbst dann, wenn die staatlichen Beh\u00f6rden meine Kanzelreden als strafbare Handlungen und als Kanzelmissbrauch bewerten sollten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da er weiterhin regimefeindlich predigte, wurde er am 5. Januar 1938 erneut verhaftet und in das Gef\u00e4ngnis in Landsberg am Lech gebracht. Durch eine Amnestie kam er am 3. Mai 1938 frei. Er hielt sich nunmehr an das Predigtverbot, weigerte sich jedoch, Auskunft \u00fcber seine Seelsorgegespr\u00e4che zu geben. Deshalb wurde er am 3. November 1939 zum dritten Mal verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. Nachdem sich sein Gesundheitszustand deutlich verschlechtert hatte, wurde er im August 1940 schlie\u00dflich im Kloster Ettal interniert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Kriegsende kehrte er im Mai 1945 nach M\u00fcnchen zur\u00fcck, konnte sich jedoch der gewonnenen Freiheit nicht lange erfreuen. Am Fest Allerheiligen erlitt er w\u00e4hrend der Predigt in der Kreuzkapelle der M\u00fcnchner St.-Michaels-Kirche einen Schlaganfall und starb noch am selben Tag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seine Bestattung erfolgte zun\u00e4chst auf dem Ordensfriedhof in Pullach. Nachdem sein Grab von ungez\u00e4hlt vielen Menschen besucht wurde, erfolgte am 23. Mai 1948 die Umbettung seiner sterblichen \u00dcberreste in die Unterkirche des M\u00fcnchner B\u00fcrgersaals.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1950 wurde der Seligsprechungsprozess eingeleitet. Am 3. Mai 1987 erfolgte im M\u00fcnchner Olympiastadion die Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II., der anschlie\u00dfend das Grab besuchte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rupert Mayers F\u00fcrsorge galt allen Schichten der Bev\u00f6lkerung, weshalb er schon zu Lebzeiten als \u201eApostel M\u00fcnchens\u201c bezeichnet und heiligm\u00e4\u00dfig verehrt wurde. Sein Grab wird bis heute von unz\u00e4hligen Gl\u00e4ubigen aufgesucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rupert Mayer war Mitglied der K.D.St.V. Teutonia Fribourg, der K.D.St.V. Aenania M\u00fcnchen und der A.V. Guestfalia T\u00fcbingen im Cartellverband katholischer deutscher Studentenverbindungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mehrere Institutionen benannten sich nach Rupert Mayer. 1954 wurde das <em>Cartell Rupert Mayer<\/em> (CRM) gegr\u00fcndet. Die <em>Pater-Rupert-Mayer-Tagesheimschulen<\/em> sind auf dem Gel\u00e4nde des ehemaligen Jesuitenklosters in Pullach beheimatet. Auch das Noviziatshaus der deutschsprachigen Jesuitenprovinzen tr\u00e4gt seinen Namen sowie die \u201eRupert-Mayer-Schule\u201c, Spaichingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Katholikenrat der Region M\u00fcnchen, das h\u00f6chste Laiengremium der Stadt, verleiht seit 1987 j\u00e4hrlich die Pater-Rupert-Mayer-Medaille als Dankeszeichen an Menschen, die beispielhafte ehrenamtliche Arbeit in Kirche und Gesellschaft geleistet haben und leisten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">wikipedia<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rupert Mayer Rupert Mayer (* 23. 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