{"id":229,"date":"2012-11-15T18:36:38","date_gmt":"2012-11-15T16:36:38","guid":{"rendered":"http:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/?page_id=229"},"modified":"2013-03-04T13:53:10","modified_gmt":"2013-03-04T12:53:10","slug":"deutsches-bergbaumuseum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/beispiel-seite\/cartellversammlung-2013\/orte-2\/deutsches-bergbaumuseum\/","title":{"rendered":"Deutsches Bergbaumuseum"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das <strong>Deutsche Bergbau-Museum Bochum (DBM)<\/strong> ist mit seinen rund 400.000 Besuchern pro Jahr eines der meist besuchten Museen Deutschlands. Es ist eines der bedeutendsten Bergbaumuseen der Welt und zugleich ein renommiertes Forschungsinstitut f\u00fcr Montangeschichte. \u00dcbert\u00e4gige Ausstellungen und ein originalgetreues Anschauungsbergwerk unterhalb des Museumsgel\u00e4ndes er\u00f6ffnen den Besuchern Einblicke in die Welt des Bergbaus. Forschungsschwerpunkte der Wissenschaftler sind die Geschichte und Technik des Montanwesens sowie Dokumentation und Schutz von Kulturgut. Das Museum ist als Forschungseinrichtung Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Tr\u00e4ger sind die DMT-Gesellschaft f\u00fcr Lehre und Bildung mbH sowie die Stadt Bochum. F\u00f6rderverein des Museums ist der eingetragene Verein Vereinigung der Freunde von Kunst und Kultur (VFKK), der auch die Zeitschrift Der Anschnitt herausgibt. Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum ist Teil der Route der Industriekultur und beherbergte das gr\u00f6\u00dfte der f\u00fcnf Besucherzentren, die im Kulturhauptstadtjahr 2010 als kulturtouristische Drehscheiben der Metropole Ruhr fungierten, und seitdem zentrale Startpunkte f\u00fcr Erkundigungen in das ganze Ruhrgebiet sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geschichte<\/strong><br \/>\nDie Anf\u00e4nge des Bergbau-Museums gehen zur\u00fcck auf die 1860er Jahre, als die Westf\u00e4lische Berggewerkschaftskasse (WBK) eine st\u00e4ndige Ausstellung Bergbaulicher Utensilien in Bochum einrichtet, die haupts\u00e4chlich dem Bergschulunterricht diente. Ende der 1920er Jahre wurden von Vertretern der WBK und der Stadt Bochum \u00dcberlegungen zur Gr\u00fcndung eines \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Bergbau-Museums entwickelt. Der Gr\u00fcndungsvertrag f\u00fcr das Geschichtliche Museum des Bergbaus wurde am 1. April 1930 zwischen der Stadt Bochum und der WBK geschlossen, als erste Halle des Museums dient die alte Gro\u00dfviehschlachthalle des stillgelegten Bochumer Schlachthofs. Auf dem Gel\u00e4nde des Schlachthofs wurde 1935 nach Entw\u00fcrfen von Fritz Schupp und Heinrich Holzapfel ein Neubau des Museumsgeb\u00e4udes mit zus\u00e4tzlicher Ausstellungsfl\u00e4che ausgef\u00fchrt. Im Jahre 1936 begann man mit dem Bau des Anschauungsbergwerks. Im Jahr 1943 wurden die noch nicht vollendeten Museumsneubauten durch alliierte Luftangriffe weitgehend zerst\u00f6rt, das Anschauungsbergwerk f\u00fcr den Luftschutz umgebaut. Bereits 1946 wurde mit einer kleinen Ausstellung das Museum wiederer\u00f6ffnet. In den 1950er Jahren wurde das Museum neu aufgebaut und erweitert, 1960 sind die Strecken des Anschauungsbergwerks auf einer Gesamtl\u00e4nge von 2.510 Metern ausgebaut. Der F\u00f6rderturm wurde in den Jahren 1973 und 1974 von der stillgelegten Zeche Germania in Dortmund-Marten nach Bochum umgesetzt. Die Umsetzung wurde aus Mitteln des Nordrhein-Westf\u00e4lischen Kultusministeriums finanziert. Im Jahr 1976 wird das bisherige Bergbau-Museum in Deutsches Bergbau-Museum Bochum (DBM) umbenannt, 1977 wird es von der Bund-L\u00e4nder-Kommission f\u00fcr Bildungsplanung und Forschungsf\u00f6rderung (BLK) als Forschungsmuseum anerkannt und in die gemeinsame Forschungsf\u00f6rderung durch Bund und L\u00e4nder aufgenommen. Es geh\u00f6rt seither zu den Instituten der Blauen Liste, heute Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL). Auch in den Folgejahren wurde das Museum st\u00e4ndig erweitert und die Forschung um weitere Themen erg\u00e4nzt. Am 6. Dezember 2009 wurde der Schwarze Diamant, ein Erweiterungsbau f\u00fcr Sonderausstellungen, er\u00f6ffnet. Das Bauwerk mit seiner markanten tiefschwarzen und bei Sonneneinstrahlung glitzernden Fassade, entworfen von Benthem Crouwel Architekten, stellt sich als Schnitt durch ein Stollensystem dar. Derzeit wird das Museum raumweise umfassend renoviert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Exponate<\/strong><br \/>\nAuf einer Ausstellungsfl\u00e4che von 12.000 Quadratmetern wird den Besuchern die Entwicklung des Bergbaus von der vorgeschichtlichen Zeit bis heute gezeigt. Die verschiedenen technischen Bereiche des Bergbaus sowie seine kulturellen und sozialen Aspekte werden thematisch-chronologisch dargestellt. Hervorzuheben sind Ausstellungsst\u00fccke wie: Ein etwa sieben Tonnen schwerer wurzelverzweigter Stammrest eines Schuppenbaumes, der aus den Steinkohlenschichten des Piesbergs bei Osnabr\u00fcck stammt. Mit einer Gesamth\u00f6he von ca. 2,5 Metern und einem Stammumfang von ca. 5 Metern ist der Baum eines der gr\u00f6\u00dften erhaltenen Objekte seiner Art aus der Karbonzeit. Das Original einer Brikettpresse aus dem Jahr 1901. Die mit Dampf betriebene Einstrang-Schubkurbelpresse mit einem Gewicht von 18 Tonnen und einer Leistung von 4,2 Tonnen Brikett pro Stunde war 1985 au\u00dfer Dienst gestellt und dem Museum von der Rheinbraun AG \u00fcbereignet worden.<br \/>\nEine bei der Schachtf\u00f6rderung eingesetzte, sogenannte Bobinen-F\u00f6rdermaschine. Ihr charakteristisches Kennzeichen ist die Verwendung von Flachseilen. Das gezeigte Original wurde etwa 1905 gebaut und zun\u00e4chst zum Abteufen, dann bis 1949 zur Kohlenf\u00f6rderung von der Zeche Hannover in Bochum-Hordel eingesetzt. Im Maschinenkeller des Museums befinden sich au\u00dferdem zahlreiche Bergbaumaschinen, die aufgrund ihrer Gr\u00f6\u00dfe und ihres Gewichtes nicht in den oberen Stockwerken ausgestellt werden k\u00f6nnen. Im Eingangsbereich des Erweiterungsbaus Schwarzer Diamant ist ein Schwarzer Diamant mit einem Gewicht von 3,401 Karat ausgestellt, der 2011 vom Bochumer Juwelier Mauer dem Museum geschenkt wurde.<\/p>\n<p><strong>Besucherbergwerk<\/strong><br \/>\nEin System von Stollen und Streben in etwa 20 Metern Tiefe und einer L\u00e4nge von etwa 2,5 Kilometern erl\u00e4utert unter ann\u00e4hernd realistischen Bedingungen den Tunnelvortrieb und die F\u00f6rderung der Kohle, sowie einige Sicherheitsaspekte. Die Stollen haben allerdings nie zum Abbau von Bodensch\u00e4tzen gedient und sind nur zum Zweck der Demonstration angelegt worden. Seit 1995 gibt es ein Modell des deutschen Grubenpferdes Tobias im Anschauungsbergwerk zu sehen. Der Besuch des Anschauungsbergwerks ist nur teilweise f\u00fcr Museumsg\u00e4ste mit einer Gehbehinderung oder einem Rollstuhl geeignet; Begleitung und Hilfestellung sind untertage unbedingt notwendig, k\u00f6nnen jedoch bei vorheriger telefonischer Anmeldung geleistet werden.<\/p>\n<p><strong>F\u00f6rderturm<\/strong><br \/>\nDas F\u00f6rderger\u00fcst, urspr\u00fcnglich Teil der Zeche Germania in Dortmund, bietet bei gutem Wetter einen weiten Blick \u00fcber Bochum und das Ruhrgebiet. Bei schlechtem Wetter, z. B. starkem Wind, bleibt er aus Sicherheitsgr\u00fcnden geschlossen. Es stammt aus den Jahren 1938\/39 und wurde ebenfalls von Fritz Schupp konstruiert. Es ist 71,4 m hoch und 650 t schwer. Die Aussichtsplattformen befinden sich, mit dem Fahrstuhl erreichbar, auf 50 m und, \u00fcber weitere Treppen zu erreichen, in 62 m H\u00f6he.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bergbaumuseum.de\">www.bergbaumuseum.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum (DBM) ist mit seinen rund 400.000 Besuchern pro Jahr eines der meist besuchten Museen Deutschlands. 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