{"id":214,"date":"2012-11-15T18:30:55","date_gmt":"2012-11-15T16:30:55","guid":{"rendered":"http:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/?page_id=214"},"modified":"2013-03-04T13:16:24","modified_gmt":"2013-03-04T12:16:24","slug":"bochum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/beispiel-seite\/cartellversammlung-2013\/orte-2\/bochum\/","title":{"rendered":"Bochum"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.bochum.de\">www.bochum.de<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Stadt <strong>Bochum<\/strong> [<a title=\"Liste der IPA-Zeichen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_IPA-Zeichen\">\u02c8bo\u02d0x\u028am<\/a>] (<a title=\"Westf\u00e4lische Dialekte\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Westf%C3%A4lische_Dialekte\">westf\u00e4lisch<\/a>: Baukem) ist das Zentrum des mittleren Ruhrgebiets im Land Nordrhein-Westfalen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" style=\"border: 0px;\" alt=\"Datei:Stadtwappen der kreisfreien Stadt Bochum.svg\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/b\/b5\/Stadtwappen_der_kreisfreien_Stadt_Bochum.svg\/500px-Stadtwappen_der_kreisfreien_Stadt_Bochum.svg.png\" width=\"184\" height=\"219\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Arnsberg ist eines der f\u00fcnf Oberzentren des Ruhrgebiets und ist mit knapp 380.000 Einwohnern die sechstgr\u00f6\u00dfte Stadt des Landes, die zweitgr\u00f6\u00dfte Westfalens und unter den 20 gr\u00f6\u00dften St\u00e4dten Deutschlands\u00a0(16). Bochum ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr. Die Einwohnerzahl der Stadt \u00fcberschritt 1905 die 100.000-Grenze und machte Bochum zur Gro\u00dfstadt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Bochum befinden sich neun Hochschulen bzw. Dependancen von Hochschulen, darunter die <a title=\"Ruhr-Universit\u00e4t\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ruhr-Universit%C3%A4t\">Ruhr-Universit\u00e4t<\/a>, mit \u00fcber 30.000 Studierenden eine der gr\u00f6\u00dften Universit\u00e4ten Deutschlands. \u00dcberregional bekannt sind dar\u00fcber hinaus das <a title=\"Deutsches Bergbaumuseum\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsches_Bergbaumuseum\">Deutsche Bergbaumuseum<\/a>, das Schauspielhaus, das <a title=\"Planetarium\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Planetarium\">Planetarium<\/a>, das <a title=\"Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eisenbahnmuseum_Bochum-Dahlhausen\">Eisenbahnmuseum<\/a>, das <a title=\"Bermudadreieck (Bochum)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bermudadreieck_(Bochum)\">Bermudadreieck<\/a>, das <a title=\"Rewirpowerstadion\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rewirpowerstadion\">Rewirpowerstadion<\/a>, <a title=\"Tierpark und Fossilium Bochum\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tierpark_und_Fossilium_Bochum\">Tierpark und Fossilium<\/a> sowie das erfolgreichste Musical der Welt, <a title=\"Starlight Express\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Starlight_Express\">Starlight Express<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Niedergang des Bergbaus entwickelte sich Bochum zu einem Dienstleistungsstandort. Ferner gibt es hier verschiedene Bergbauinstitutionen. Der <a title=\"Bochumer Verein\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bochumer_Verein\">Bochumer Verein<\/a> schrieb ab 1842 Industriegeschichte, als es dem Unternehmen gelang, Stahl in Formen zu gie\u00dfen. Das erste Produkt der Firma waren Glocken aus diesem Werkstoff. Eine 15.000\u00a0kg schwere Glocke vor dem Bochumer Rathaus erinnert an diese Epoche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geschichte<\/strong><br \/>\nArch\u00e4ologische Funde zeugen von einer sesshaften Besiedlung des heutigen Bochumer Stadtgebiets in der sp\u00e4ten Jungsteinzeit im Bereich des Oelbachs. Der 890 erstmals genannte Ort wurde 1041 in einem Dokument der K\u00f6lner Erzbisch\u00f6fe unter dem Namen Cofbuokheim erstmalig urkundlich erw\u00e4hnt. 1321 best\u00e4tigte Graf Engelbert II. von der Mark Bochum in einer Urkunde bestehende Befugnisse des Schulthei\u00dfen.[3] Dies wird h\u00e4ufig als die Verleihung von Stadtrechten erw\u00e4hnt.[4] Bochum blieb (trotz eines schon im 14. Jahrhundert beziehungsweise f\u00fcr 1502 belegten Steinkohlesch\u00fcrfens beziehungsweise -tagebaus) bis ins 19. Jahrhundert hinein ein Ackerbaust\u00e4dtchen mit einigen \u00fcber\u00f6rtlichen Beh\u00f6rden, zu denen 1738 ein Bergamt kam. Bis 1806 geh\u00f6rte die Stadt zur preu\u00dfischen Grafschaft Mark, dann bis 1813 zum Ruhrdepartement des Gro\u00dfherzogtums Berg, anschlie\u00dfend vor\u00fcbergehend zum preu\u00dfischen Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein. 1815 kam die Stadt zu Preu\u00dfen und wurde der Provinz Westfalen zugeordnet. 1817 wurde die Stadt Bochum Sitz des Landkreises Landkreises Bochum, aus dem sie jedoch 1876 ausschied, um kreisfreie Stadt zu werden. Der Kreis Bochum bestand noch bis 1929 und wurde dann aufgel\u00f6st. Der Aufstieg Bochums zur Zechenstadt begann 1841, als hinter der Stadtgrenze des noch selbst\u00e4ndigen Hamme der erste Schacht der Zeche Pr\u00e4sident abgeteuft wurde. Dies war die erste Tiefbauzeche des westf\u00e4lischen Teils des Ruhrgebietes, wobei die Mergeldecke durchsto\u00dfen wurde. In den 1850er und 1860er Jahren folgte die Gr\u00fcndung von Tiefbauzechen, die zum Ende des 19. Jahrhunderts die Wirtschaftsstruktur neben der Stahlindustrie pr\u00e4gten. Technische Schwierigkeiten beim Aufbau der Zechen und damit bedingte finanzielle Engp\u00e4sse f\u00fchrten dazu, dass sich die Zechen erst langsam entwickelten. Weiterhin bedingte die Konjunkturkrise nach der Reichsgr\u00fcndung, dass die Absatzm\u00e4rkte f\u00fcr Kohle zeitweise einbrachen. Der entscheidende Aufstieg und weitere Ausbau der Zechen folgte in den 1880er Jahren. Alle Zechen verf\u00fcgten mittlerweile \u00fcber einen Bahnanschluss. Die als Koks veredelte Kohle wurde f\u00fcr die Stahlerzeugung ben\u00f6tigt; dies f\u00fchrte zu der Errichtung von Kokereien auf den Zechengel\u00e4nden. Jacob Mayer erwarb 1843 ein Gel\u00e4nde an der Essener Chaussee, auf dem eine Fabrik zur Erzeugung von Gu\u00dfstahl errichtet wurde. 1854, nach finanzieller Beteiligung K\u00f6lner Kaufleute, wurde der Betrieb in Bochumer Verein f\u00fcr Bergbau und Gu\u00dfstahlfabrikation umbenannt. Unter dem technischen Direktor Louis Baare entwickelte sich der Bochumer Verein zu einem der f\u00fchrenden Unternehmen des Ruhrgebietes. 1843 wurde Max Greve zum B\u00fcrgermeister gew\u00e4hlt, der wesentlich den Aufbau Bochums zur Industriestadt unterst\u00fctzte. W\u00e4hrend seiner Amtszeit erfolgte die Gr\u00fcndung der Gasanstalt (1855), des Wasserwerkes (1871) und die Gr\u00fcndung der Handelskammer (1856). Der \u00f6konomische Aufstieg der Zechen und der Stahlindustrie f\u00fchrten zu einem hohen Arbeitskr\u00e4ftebedarf, der durch die damalige Bev\u00f6lkerung nicht zu decken war. Die Bev\u00f6lkerung Bochums wuchs von 1843 bis 1873 von 4282 auf 25174 Einwohner. Um Arbeitskr\u00e4fte anzuwerben wurden Wohnungen in Werksn\u00e4he geschaffen, die abseits der traditionellen Wohnbereiche lagen. Im Griesenbruch lagen die Werkswohnungen des Bochumer Vereins, durch die Gu\u00dfstahlbahn vom Bochumer Stadtgebiet abgetrennt. 1860 erhielt Bochum Anschluss an die Bahnstrecke Witten\/Dortmund\u2013Oberhausen\/Duisburg der Bergisch-M\u00e4rkischen Eisenbahn-Gesellschaft, 1874 folgte die Bahnstrecke Osterath\u2013Dortmund S\u00fcd der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft, beide wurden ab 1880 verstaatlicht. Das Wachstum Bochums im auslaufenden 19. Jahrhunderts erfolgte ohne \u00fcbergeordnete Planung, und so konnte sich vorerst keine geordnete Infrastruktur entwickeln. An den Zechenstandorten entstanden Industrieansiedlungen und Werkswohnungen, w\u00e4hrend die eingesessenen landwirtschaftlichen Betriebe um die Industriestandorte weiterhin Ackerbau betrieben. Den st\u00e4rksten Bev\u00f6lkerungszuwachs hatten die n\u00f6rdlichen und \u00f6stlichen Vororte (Langendreer, Werne, Riemke, Hofstede). Die erste Stra\u00dfenbahnlinie wurde 1894 in Betrieb gestellt, und sie verband Bochum und Herne. Der Betreiber ist ab 1896 die Bochum-Gelsenkirchener Stra\u00dfenbahn AG (BoGeStra). Zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich die Bebauung angrenzender Vororte bis an das Bochumer Stadtgebiet ausgedehnt, und es entwickelten sich Abh\u00e4ngigkeiten bei der Infrastruktur wie der Gas- und Wasserversorgung. Dies f\u00fchrte zur ersten Eingemeindungswelle, bei der Hamme, Hofstede, Grumme und Wiemelhausen der Stadt Bochum zugeschlagen wurden. 1905 \u00fcberschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000 &#8211; Bochum war Gro\u00dfstadt. Die Bochumer Innenstadt hatte eine sehr heterogene Struktur, die noch stark von der Zeit als Kleinstadt gepr\u00e4gt war. Eine einheitliche Gestaltung der Innenstadt und ein planm\u00e4\u00dfiger Ausbau des Stadtteils Ehrenfeld erfolgten bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Die Folgen des Krieges &#8211; Arbeitslosigkeit, Streiks, die franz\u00f6sische Besetzung, die Geldentwertung &#8211; unterbrachen das weitere Wachstum. Ein wirtschaftlicher Aufschwung folgte in den Jahren 1925 bis 1929. In dieser Zeit wurden weitere Vororte dem Bochumer Stadtgebiet zugeschlagen (u.a. Riemke, Langendreer, Stiepel, Querenburg). Das Stadtgebiet reichte nunmehr bis zum n\u00f6rdlichen Ruhrtal. Allerdings wurde dem Bochumer Begehren, einen Zugang zum wirtschaftlich wichtigen Rhein-Herne-Kanal auf dem Stadtgebiet herzustellen, nicht entsprochen. Am 9. November 1938, in der sogenannten Reichspogromnacht, kam es auch in Bochum zu Ausschreitungen gegen die j\u00fcdischen Mitb\u00fcrger; die Synagoge wurde in Brand gesteckt. Die ersten j\u00fcdischen B\u00fcrger wurden in Konzentrationslager verschleppt und zahlreiche j\u00fcdische Einrichtungen und Wohnungen zerst\u00f6rt. Etwa 500 j\u00fcdische B\u00fcrger sind namentlich bekannt, die in den folgenden Jahren bei der Shoa umkamen, darunter 19, die j\u00fcnger als 16 Jahre alt waren. Im Dezember 1938 begann die j\u00fcdische Volksschullehrerin Else Hirsch mit der Organisation von insgesamt zehn Kindertransporten in die Niederlande und nach Gro\u00dfbritannien, um j\u00fcdische Kinder und Jugendliche zu retten. Auch viele Bochumer Kinder anderer verfolgter Gruppen wurden von niederl\u00e4ndischen Familien aufgenommen und so vor Verschleppung und Ermordung bewahrt. Im Rahmen der NS-Zwangsarbeit wurden w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs mehr als 30.000 Menschen als Zwangsarbeiter in Bochum und Wattenscheid eingesetzt. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt durch Bombenangriffe zu 38 Prozent zerst\u00f6rt. Vom 20. Juni 1940 bis 22. M\u00e4rz 1945 sind bei 46 verschiedenen Bombardierungen, haupts\u00e4chlich durch die Royal Air Force, insgesamt ca. 11.595 t Bomben abgeworfen worden. Ein wichtiges Ziel unter anderen war der Bochumer Verein als drittgr\u00f6\u00dfter Betrieb der Vereinigten Stahlwerke AG.[5] Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geh\u00f6rte Bochum zur Britischen Besatzungszone. Von der britischen Milit\u00e4rverwaltung wurden in Bochum zwei DP-Lager eingerichtet zur Unterbringung so genannter Displaced Persons. Die Mehrzahl von ihnen waren ehemalige Zwangsarbeiter aus Polen. In der Nachkriegszeit entwickelte sich Bochum zu einem Kulturzentrum des Ruhrgebietes. 1962 er\u00f6ffnete, unter anderem auf dem ehemaligen Zechengel\u00e4nde der Zeche Dannenbaum, die Adam Opel AG, eine Tochter von General Motors, in den Stadtteilen Laer und Langendreer die drei Opelwerke (Werk I, Werke II\/III), die zum Symbol f\u00fcr den Strukturwandel im Ruhrgebiet wurden. 1964 wurde im Stadtteil Harpen mit dem Ruhr-Park das zweite Einkaufszentrum \u201eauf der gr\u00fcnen Wiese\u201c in der Bundesrepublik fertiggestellt, heute das gr\u00f6\u00dfte seiner Art in Deutschland. 1973 schloss die letzte Bochumer Zeche (Zeche Hannover). Neben ausgedehnten industriellen Zonen entstanden gro\u00dfe durchgr\u00fcnte, zum Teil fast l\u00e4ndlich wirkende Bereiche, die unter anderem bis zur Ruhr und zum Kemnader Stausee (Freigabe 1980) reichen. 1979 wurden die erste Stadtbahn-Strecke und das Ruhrstadion er\u00f6ffnet. Seit 1919 ist Bochum Theater- und seit 1965 Universit\u00e4tsstadt (Ruhr-Universit\u00e4t mit rund 33.000 Studierenden), seit 1988 auch Musical-Stadt. Am 12. Juni 1988 er\u00f6ffnete die deutschsprachige Musicalproduktion \u201eStarlight Express\u201c von Andrew Lloyd Webber am Stadionring. 1989 nahm die Stadtbahnlinie U 35 von Bochum Hauptbahnhof nach Herne-Schloss Str\u00fcnkede den Betrieb auf. 1993 schlossen sich die St\u00e4dte Bochum, Hattingen, Herne und Witten zur Region Mittleres Ruhrgebiet zusammen. 2003 wurde das Veranstaltungszentrum RuhrCongress eingeweiht. Im Jahr 2005 erfolgte die Grundsteinlegung f\u00fcr die neue Synagoge der j\u00fcdischen Gemeinde Bochum\u2013Herne\u2013Hattingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Einwohnerentwicklung<\/strong><br \/>\n1904 \u00fcberschritt die Einwohnerzahl der Stadt Bochum die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Gro\u00dfstadt wurde. Bis 1926 verdoppelte sich diese Zahl auf 200.000. Am 1. Januar 1975 erreichte die Bev\u00f6lkerungszahl durch Eingemeindung der Stadt Wattenscheid (81.469 Einwohner, 1974) mit 417.336 ihren historischen H\u00f6chststand. Am 31. Dezember 2005 betrug die \u201eAmtliche Einwohnerzahl\u201c f\u00fcr Bochum nach Fortschreibung des Landesamtes f\u00fcr Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 385.626 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landes\u00e4mtern), bis 2030 wird sie laut Prognose des Landesamtes auf 337.620 zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Religionen<br \/>\n<\/strong>Christliche Kirchen<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">R\u00f6misch-Katholische Kirche<\/span><br \/>\nBochum geh\u00f6rte seit der Gr\u00fcndung zum Erzbistum K\u00f6ln und war dem Archidiakonat des K\u00f6lner Dompropstes unterstellt. Um 1570 fasste die Reformation Fu\u00df. Doch dauerte es noch bis 1613, als sich die lutherische Gemeinde von der katholischen Gemeinde trennte. Ab 1634 entstand auch eine reformierte Gemeinde. Die Stadt war danach \u00fcberwiegend protestantisch, doch gab es stets auch Katholiken, die weiterhin zum Erzbistum K\u00f6ln geh\u00f6rten. 1821 wurde sie dem Bistum beziehungsweise Erzbistum Paderborn zugeordnet. Bochum wurde Sitz eines Dekanats, das sp\u00e4ter in die Dekanate Bochum-Mitte, Bochum-S\u00fcd und Bochum-Ost unterteilt wurde. Vom 31. August bis zum 4. September 1949 fand in Bochum der 73. Deutsche Katholikentag unter dem Motto \u201eGerechtigkeit schafft Frieden\u201c statt. 1958 wurde Bochum dem neu gegr\u00fcndeten <a title=\"Bistum Essen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bistum_Essen\">Bistum Essen<\/a> angegliedert. Zu den \u00e4ltesten Gr\u00fcndungen des Ruhrgebietes geh\u00f6rt die Kirchengemeinde im Stadtteil Bochum-Stiepel (885 n. Chr. erstmals urkundlich erw\u00e4hnt) mit ihrem weithin bekannten und einzigen Marien-Wallfahrtsort des Bistums Essen. Stiepel entwickelte sich zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort, der 1294 durch ein Dekret des Papstes <a title=\"Bonifaz VIII.\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bonifaz_VIII.\">Bonifaz VIII.<\/a> best\u00e4tigt wurde. J\u00e4hrlich besuchen etwa 70.000 Pilger die Stiepeler Wallfahrtskirche St. Marien mit dem Gnadenbild der \u201eSchmerzhaften Mutter\u201c, die zum Arial des von den <a title=\"Zisterzienser\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zisterzienser\">Zisterziensern<\/a> errichteten \u201e<a title=\"Kloster Stiepel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kloster_Stiepel\">Kloster Stiepel<\/a>\u201c geh\u00f6rt. Die Pfarrgemeinden Bochums geh\u00f6ren heute zum Stadtdekanat Bochum bzw. Wattenscheid.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Umstrukturierung des Bistums Essen<\/span><br \/>\nZum 1. September 2008 wurden nach den Pl\u00e4nen des Bischofs von Essen alle Bochumer Pfarrgemeinden einschlie\u00dflich der <a title=\"Urpfarrei\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Urpfarrei\">Urpfarrei<\/a> St. Peter und Paul aufgel\u00f6st. Im Stadtgebiet gibt es jetzt vier Gro\u00dfpfarreien und eine Klosterpfarrei:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><em>St. Peter und Paul<\/em> (f\u00fcr die Stadtteile: Innenstadt, Ehrenfeld, Hamme, Hordel, Hofstede, Riemke und Grumme)<\/li>\n<li><em>Liebfrauen, Bochum<\/em> (f\u00fcr die Stadtteile: Altenbochum, Langendreer, Laer, Werne, Gerthe, Harpen und Hiltrop)<\/li>\n<li><em>St. Franziskus, Weitmar<\/em> (f\u00fcr die Stadtteile: Weitmar, Linden, Dahlhausen, Wiemelhausen, Querenburg, Hustadt und Steinkuhl)<\/li>\n<li><em><a title=\"Propsteikirche St. Gertrud von Brabant\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Propsteikirche_St._Gertrud_von_Brabant\">St. Gertrud<\/a><\/em> (f\u00fcr ganz Wattenscheid)<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zisterzienser-Klosterpfarrei <em>St. Marien<\/em> in Stiepel bleibt als eigenst\u00e4ndige Gemeinde bestehen und wird nicht in die neue Struktur des <a title=\"Bistum Essen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bistum_Essen\">Bistums Essen<\/a> eingegliedert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Protestantische Kirchen, Freikirchen und Religi\u00f6se Gemeinschaften<br \/>\n<\/span>Die protestantischen Gemeinden Bochums kamen mit dem \u00dcbergang der Stadt an Preu\u00dfen zur Evangelischen Kirche in Preu\u00dfen beziehungsweise deren westf\u00e4lischer Provinzialkirche. Bochum wurde Sitz einer Superintendentur, aus welcher der heutige Kirchenkreis Bochum innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen hervorging. Dieser umfasst insgesamt 22 evangelische Kirchengemeinden innerhalb der Stadt Bochum. Aufgrund der von K\u00f6nig Friedrich-Wilhelm III. von Preu\u00dfen verordneten Union zwischen lutherischer Kirche und unierter Tradition zur Evangelischen Kirche in Preu\u00dfen im Jahr 1817, entstand in Ablehnung dieser Union die Evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche. In Bochum finden sich bis heute zwei evangelisch-lutherische Kirchengemeinden, die Kreuzkirchengemeinde und die Epiphaniasgemeinde. Beide Kirchengemeinden geh\u00f6rten zum Kirchenbezirk Westfalen der Selbst\u00e4ndigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. In Bochum und dar\u00fcber hinaus ist die Epiphaniaskirche als Autobahnkirche Ruhr bekannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben den evangelischen und r\u00f6misch-katholischen Gemeinden in Bochum gibt es auch noch verschiedene Freikirchen, darunter die Gemeinde der Christen Ecclesia, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten), Freie evangelische Gemeinden, die Siebenten-Tags-Adventisten, den Freikirchlichen Bund der Gemeinde Gottes und die Jesus Freaks. Auch die Neuapostolische Kirche und die Christengemeinschaft, sowie die Jehovas Zeugen sind in Bochum vertreten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">J\u00fcdische Gemeinde<\/span><br \/>\nAm 14. November 2005 wurde im Beisein des Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, der Grundstein f\u00fcr die Neue Synagoge Bochum der J\u00fcdischen Gemeinde Bochum \u2013 Herne \u2013 Hattingen an der Castroper Stra\u00dfe neben dem Zeiss Planetarium Bochum gelegt. In den offiziellen Grundstein legte Oberb\u00fcrgermeisterin Ottilie Scholz neben einer aktuellen Tageszeitung einen silbernen Stadtbarren als Erinnerung an den Tag. Die Einweihung der Synagoge erfolgte am 16. Dezember 2007.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Islamische Gemeinde<\/span><br \/>\nDurch die Arbeitsmigration in den 1960er Jahren lie\u00dfen sich viele muslimische Familien in Bochum nieder. Es entstanden dabei mehrere islamische Gemeinden mit mittlerweile insgesamt zw\u00f6lf Gebetsh\u00e4usern. Im Januar 2009 gr\u00fcndete sich die Arbeitsgemeinschaft Bochumer Moscheen. Dies ist ein Zusammenschluss aller Gemeinden in Bochum und verfolgt das Ziel gemeinsame Projekte zu verwirklichen, um so eine Hilfe f\u00fcr die muslimischen Einwohner wie auch ein besseres Sprachrohr in der Gesellschaft zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geografische Lage<\/strong><br \/>\nBochum liegt auf dem flachh\u00fcgeligen \u201eBochumer Landr\u00fccken\u201c als Teil der Ruhrh\u00f6hen zwischen den Fl\u00fcssen Ruhr und Emscher an der Grenze zwischen s\u00fcdlicher und n\u00f6rdlicher Ruhrkohlezone. Der h\u00f6chste Punkt im Stadtgebiet liegt an der Kemnader Stra\u00dfe in Stiepel auf einer H\u00f6he von 196\u00a0<abbr title=\"Meter \u00fcber Normalnull\">m\u00a0\u00fc.\u00a0<\/abbr>NN, der niedrigste Punkt mit 43\u00a0<abbr title=\"Meter \u00fcber Normalnull\">m\u00a0\u00fc.\u00a0NN<\/abbr> liegt am Blumenkamp in Hordel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Flachh\u00fcgeliger Landr\u00fccken<\/em> bedeutet, dass die Gel\u00e4ndeform in Bochum durch gleichm\u00e4\u00dfige Steigungen und Gef\u00e4lle, die selten mehr als 3\u00a0% betragen, gepr\u00e4gt ist. Einzelne steilere Gel\u00e4ndeverl\u00e4ufe sind beispielsweise am <em>Harpener Hellweg<\/em> beim NSG Berghofer Holz (3,4\u00a0%), auf der <em>Westenfelder Str.<\/em> im Stadtbezirk Wattenscheid (3,47\u00a0%) oder auf der <em>Kemnader Str.<\/em>, die vom Ruhrufer in Stiepel (71\u00a0<abbr title=\"Meter \u00fcber Normalnull\">m\u00a0\u00fc.\u00a0NN<\/abbr>) aufw\u00e4rts zur Ortsmitte von <em>Stiepel<\/em> (196\u00a0<abbr title=\"Meter \u00fcber Normalnull\">m\u00a0\u00fc.\u00a0NN<\/abbr>; 5,1\u00a0% Steigung) f\u00fchrt, zu finden. Auch Wegstrecken, die vom tiefer gelegenen Ruhrtal durch die zum Bochumer S\u00fcden geh\u00f6renden Orte f\u00fchren, weisen als Ausnahme eine erh\u00f6hte Steigung auf (beispielsweise <em>Kassenberger Str.<\/em> und <em>Dr.-C.-Otto-Str.<\/em> in Dahlhausen, <em>Blankensteiner Str.<\/em> in Sundern).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gr\u00f6\u00dfte Ausdehnung des Stadtgebiets liegt in Nord-S\u00fcd-Richtung bei 13,0 und in West-Ost-Richtung 17,1\u00a0km. Die L\u00e4nge der Stadtgrenze betr\u00e4gt 67,2\u00a0km.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geologie<\/strong><br \/>\nPr\u00e4gend sind die Sedimentgesteine aus Karbon und Kreide. Die geologischen Schichten k\u00f6nnen im ehemaligen Steinbruch der Zeche Klosterbusch und im Geologischen Garten Bochum besichtigt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gew\u00e4sser<\/strong><br \/>\nZu den Gew\u00e4ssern z\u00e4hlen neben der <a title=\"Ruhr\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ruhr\">Ruhr<\/a> unter anderem der <a title=\"Oelbach\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oelbach\">Oelbach<\/a> (mit seinen Zufl\u00fcssen Gerther M\u00fchlenbach, Harpener Bach und Langendreer Bach) und der <a title=\"Lottenbach\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lottenbach\">Lottenbach<\/a>. Weitere Flie\u00dfgew\u00e4sser sind der <a title=\"H\u00f6rsterholzer Bach\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/H%C3%B6rsterholzer_Bach\">H\u00f6rsterholzer Bach<\/a>, der <a title=\"Kn\u00f6selbach\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kn%C3%B6selbach\">Kn\u00f6selbach<\/a> und andere. Zum Einzugsbereich der Emscher z\u00e4hlen der <a title=\"Marbach (Emscher)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marbach_(Emscher)\">Marbach<\/a> und der <a title=\"Ostbach (Emscher)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ostbach_(Emscher)\">Ostbach<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vegetation<\/strong><br \/>\nBochum besitzt im S\u00fcden einige W\u00e4lder, darunter das <a title=\"Weitmarer Holz\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weitmarer_Holz\">Weitmarer Holz<\/a>. In der Regel handelt es sich um Eichen-Buchen-Mischwald. Das Vorkommen der <a title=\"Stechpalme\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stechpalme\">Stechpalme<\/a> weist auf das gem\u00e4\u00dfigte Klima hin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stadtgliederung<br \/>\n<\/strong>Das Stadtgebiet Bochum besteht aus 6 Stadtbezirken; jeder hat eine Bezirksvertretung, deren Vorsitzender der Bezirksb\u00fcrgermeister ist.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Datei:City_districts_Bochum.svg&amp;filetimestamp=20090331234242\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/7\/7a\/City_districts_Bochum.svg\/220px-City_districts_Bochum.svg.png\" width=\"220\" height=\"183\" \/><\/a><\/p>\n<div>Die 6 Bochumer Stadtbezirke<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">wikipedia<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>www.bochum.de Die Stadt Bochum [\u02c8bo\u02d0x\u028am] (westf\u00e4lisch: Baukem) ist das Zentrum des mittleren Ruhrgebiets im Land Nordrhein-Westfalen. Die kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Arnsberg ist eines der f\u00fcnf Oberzentren des Ruhrgebiets und ist mit knapp 380.000 Einwohnern die sechstgr\u00f6\u00dfte Stadt des Landes, &hellip; <a href=\"https:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/beispiel-seite\/cartellversammlung-2013\/orte-2\/bochum\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":211,"menu_order":1,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"showcase.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-214","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/214","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=214"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/214\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":296,"href":"https:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/214\/revisions\/296"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/211"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gilde-alfred-delp.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=214"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}